ThermoPin®

Verbundanker aus glasfaserverstärktem Kunststoff für die thermische Entkopplung von Sandwichwänden - ThermoPin®

Der ThermoPin® ist ein Verbundanker aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) für Sandwichwände und kerngedämmte Doppelwände.

Der ThermoPin® wird zur Verbindung von Vorsatz- und Tragschale kerngedämmter Betonfertigteile eingesetzt. Das GFK-Material eignet sich zum Einsatz in schlanken Bauteilen.
Durch die aufgesteckte Kappe gleitet der Stab problemlos in den Frischbeton und ermöglicht dadurch eine besonders schnelle Montage. Die fest aufgebrachte Manschette garantiert einen korrekten Einbau und sorgt dafür, dass der Durchdringungspunkt in der Dämmung verschlossen wird und kein Beton in die Öffnung fließen kann. Somit verschwindet der Stab letztendlich im Beton und ist nicht auf der Oberfläche sichtbar. Das Ergebnis sind einwandfreie Oberflächen ohne optische Defizite.
ThermoPins® sind an den Enden mit konischen Verbreiterungen zur Erhöhung des Ausreißwiderstands versehen. Durch ausschließlich völlig intakte Glasfasern entlang der Stabachse wird eine besonders hohe Zugfestigkeit erzielt.

Den ThermoPin® gibt es in 2 Ausführungen: als Horizontal- und Diagonalankertyp.

    Die Vorteile des ThermoPins auf einem Blick:

    • kostengünstig – niedrige Montagekosten durch schnellen und einfachen Einbau 
    • dauerhaft – geprüfte Beständigkeit, auch in alkalischen Medien  
    • schlank – Konstruktionen mit geringen Schichtdicken möglich

    ThermoPin®-Planungssoftware ist eine Erweiterung des BIM/CAD-Systems PLANBAR um ein Modul „Berechnung und Anordnung der Verbundanker (ThermoPin®) für Bausysteme Sandwichwand und Thermowand“. Ziel bei der Entwicklung des Moduls des Allplan Precast-CAD-Systems war, ein zusätzliches Modul zu entwickeln, in dem die Auswahl und Platzierung der ThermoPin®-Stäbe Typ H und Typ D für individuelle Wände, gesamte Etagen oder Gebäude, einschließlich Zeichnung, Spezifikationen, 3D-Design und NC-Daten, automatisiert erfolgt.

    Der ThermoPin® ist ein bauaufsichtlich zugelassenes Produkt, welches Vorsatz- mit Tragschalen kerngedämmter Wände wärmebrückenfrei verbindet. Die Anzahl der einzubauenden ThermoPins wird für jede Wandplatte unter Berücksichtigung der zu erwartenden Kräfte einzeln berechnet und entsprechend der Geometrie des Wandelements werden die ThermoPins auf der Fläche verteilt.

    Das Berechnen und Einzeichnen der ThermoPins kann händisch erfolgen, stellt aber einen sehr langsamen und ineffizienten Arbeitsschritt dar. Der Schritt des Einzeichnens und Einplanen des ThermoPins wird durch unsere digitale Lösung beschleunigt, was die Wirtschaftlichkeit des ThermoPins erheblich erhöht. Durch die Integration in die PLANBAR-Software geben wir den PLANBAR-Usern alles für ein selbstständiges Arbeiten mit dem ThermoPin® in die Hand.

    Vorteile der ThermoPin®-Planungssoftware

    • Automatisches Einzeichnen von ThermoPins in der PLANBAR-Software von Nemetschek für Sandwichwände und Thermowände mit und ohne freihängende Vorsatzschale
    • Manuelles Verschieben von ThermoPins
    • Inklusive Kollisionskontrolle
    • Automatische Mengenermittlung

    PLANBAR wurde als Softwareumgebung ausgewählt aufgrund der guten Marktdurchdringung auf den Kernmärkten von BT innovation. Wir kommen mit diesem Schritt unseren Kunden entgegen und beschleunigen die Planungsprozesse.

    Precast Software Engineering ist ein führender Anbieter von Software & Services für die Betonfertigteilindustrie.

    Die leistungsstarken Softwarelösungen PLANBAR und TIM bieten zusammen eine integrierte und modellbasierte Fertigteilplanung mit Visualisierung entlang des gesamten Prozesses. PLANBAR ist die umfassende Lösung für hochqualitative, industrialisierte Fertig­teilplanung. Sie bietet eine effiziente CAD-Planung und eine ideale Synthese von 2D und 3D.

    Haben Sie Fragen?

    1. Wieso hat der ThermoPin® konische Verbreiterungen an den Enden?

    Durch die konischen Verbreiterungen des Stabs wird der Stab im Beton verankert, in der Mitte ist der Stab schlank gehalten. Dadurch ist er flexibel und leitet bei Verformung weniger Zwängungen in das Bauteil ein, als starre Systeme, wodurch der Beton weniger Rissanfällig wird.

    2. Warum trägt der ThermoPin eine Manschette?

    Der ThermoPin® durchdringt die Dämmung und verbindet die Tragschale mit der Vorsatzschale. Die aufgbrachte Manschette verschließt beim Einbau die Durchörterung der Dämmung und verhindert so, dass beim aufbringen des Betons auf die Dämmlage kein Material in die Öffnung fließt. Zudem wird der ThermoPin® auf die zu fertigende Wand maßgeschneidert. Die Manschette liegt bei passendem Einbau auf der obersten Dämmlage auf und garantiert den passenden Einbau des ThermoPins.

    3. Warum werden Kappen mit dem ThermoPin® angeboten?

    Die Kappen dienen dem leichten Einbau der ThermoPins. Mithilfe der Kappen gleitet der Stab leicht durch die Dämmung und im Beton. Mit Hilfe der Kappe kann der Stab an Hindernissen, wie kleine Steine, einfach vorbei gleiten.

    4. Wieviel Stäbe werden pro m² eingesetzt?

    Die exakte Berechnung der benötigten Anzahl an horizontal und diagonal einzubauenden ThermoPins lässt sich entsprechend der DIBt-Zulassung unter Berücksichtigung der Lasteinwirkungen und der Plattengeometrien durchführen. Eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Im Fall einer Sandwichwand können vorbehaltlich einer statischen Berechnung ca. 3 horizontalstäbe je m² und im Fall einer frei hängenden Vorsatzschale zusätzlich ein diagonaler ThermoPin® als Faustformel angesetzt werden. Im Fall einer kergedämmten Doppelwand können ca. 6 horizontal Stäbe je m² als Faustformel angesetzt werden.

    5. Was bedeutet die Bezeichnung der ThermoPins?

    Die ThermoPins mit horizontal-Manschette heißen ThermoPin® HL1_L2. Die ThermoPins mit diagonal-Manschette heißen ThermoPin® DL1_L2. Dabei stellt L1 die Gesamtlänge des ThermoPins in mm dar und L2 die Lage der Manschette in mm. Die Art der Manschette wird mit H für horizontal und D für diagonal abgekürzt. L2 stellt somit die Einbindetiefe des Stabs in der Zweitschale dar, L1 die Summe aus der Dämmstoffdicke und der Einbindetiefe in der Erstschale. Ein ThermoPin®, der beispielsweise in einer Sandwichwand mit einer Vorsatzschale von 80 mm dicke, einer Dämmstoffstärke von 100 mm und einer 160 mm dicken Tragschale verbaut werden kann, ist der ThermoPin® H230_80. Dieser Stab bindet 50 mm tief in die Erstschale ein und 80 mm tief in die Zweitschale und überbrückt 100 mm Dämmung. Der dazu gehörige ThermoPin Typ D errechnet sich durch Multiplikation der Werte 230 und 80 mit dem Faktor √2. Daraus folgt ThermoPin D325_110. Gerne hilft Ihnen Ihr BT-Ansprechpartner bei der Auswahl des richtigen ThermoPins für Ihr Projekt.