Verbindung von Beton und Betonfertigteilen
Geprüfte statische Sicherheit für Ihren Bau
Die Verbindung von Beton und Betonfertigteilen ist ein zentraler Bestandteil moderner Bauprozesse im Hochbau, Tiefbau und insbesondere im Betonfertigteilbau. Dauerhafte, statisch sichere Betonverbindungen sorgen dafür, dass Fertigteile zuverlässig Lasten übertragen und Bauwerke langfristig tragfähig bleiben. Gerade bei konstruktiven Anschlüssen spielt eine geprüfte Verbindungstechnik eine entscheidende Rolle für die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit auf der Baustelle.
Das BT-Spannschloss – die nächste Generation in der Verbindungstechnik
Eine innovative Lösung für die Verbindung von Betonelementen bietet das Spannsystem von B.T. innovation mit dem Spannschloss®, welches für dauerhafte konstruktive Verbindungen von Fertigteilen aus Beton eingesetzt werden kann.
Der Vorteil gegenüber anderen Arten von Verbindungssystemen liegt in der einfachen, aber sicheren Verbindung von Betonfertigteilen.
Die Einfachheit ist durch das geometrisch spezifizierte Schraubsystem gegeben, das eine sofortige volle Lasteinleitung ermöglicht.
Die Sicherheit des Systems ist durch die, in der Zulassung des DIBt, festgelegten Lastenwerte geregelt.
Um die Möglichkeit einer vielfältigen Einsatzvariation zu erhalten, ist das Spannschlosssystem mit den gängigen zugelassenen Ankersystemen (Flachstahlanker, Wellenanker, Schraubanker) kombinierbar. Aufgrund dieser breiten Einsatzmöglichkeiten kann das, aus hochbelastbarem Gusswerkstoff hergestellte, Spannschloss zur Übertragung von Quer- und Längsbelastungen eingesetzt werden. Somit können auch statisch stark belastbare konstruktive Verbindungen mittels des Spannschloss-Systems realisiert werden.
Mechanische Verbindungssysteme wie das BT-Spannschloss® bieten insbesondere im Fertigteilbau entscheidende Vorteile:
Sie ermöglichen eine schnelle Montage, reduzieren den Aufwand für Schalung und Verguss und sorgen für eine sofortige Belastbarkeit der Bauteilfuge. Dadurch lassen sich Bauzeiten verkürzen und Betonfertigteile effizient miteinander verbinden.
- Schnelle und effektive Verbindung von Betonfertigteilen
- sofortige volle Lasteinleitung nach der Montage
- universelles System für viele konstruktive Lösungen
- Zeit- und Kostenersparnis
- keine Temperaturabhängigkeit
- Spannen von Bauelementen ohne Zusatzwerkstoffe und besondere Hilfsmittel
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Kombinierbarkeit mit unserem Fugenband RubberElast®. Durch den Einsatz des Spannschlosses wird das RubberElast® auf die erforderliche Breite komprimiert, sodass eine statische Verbindung in Kombination mit einer zusätzlichen Abdichtung gegeben ist.
Aufgrund der vielseitigen Einsetzbarkeit ist das Spannschloss in der Lage, die verschiedensten Elemente sicher zu verbinden.
Besondere Anwendungen im „WU-Beton“ Bereich sind mit der Kombination aus BT-Spannschloss® und RubberElast® realisierbar.
Gerade bei wasserundurchlässigen Bauwerken wie Untergeschossen, Schachtbauwerken oder wasserführenden Konstruktionen ist die Kombination aus Verbindungstechnik und Fugenabdichtung ein wesentlicher Vorteil.
Wie zum Beispiel:
- Medienkanäle
- Wasserunterführungen
- Kanal- und Schachtbau
- Winkelstützelementen
- Tiefbau
- Keller-/ Untergeschosse für Wohn- und Gesellschaftsbauten
Damit bietet das BT-Spannschloss® eine leistungsfähige Lösung für die Verbindung von Betonfertigteilen, die sowohl statischen Anforderungen als auch praktischen Montagebedingungen auf der Baustelle gerecht wird. Die geprüfte Verbindungstechnik ermöglicht sichere, dauerhafte und wirtschaftliche Betonverbindungen in zahlreichen Anwendungsbereichen.
Einbaubeispiele und Verbindungskonzepte mit dem BT-Spannschloss®
Die folgenden Abbildungen zeigen typische Einbausituationen und Verbindungslösungen mit dem BT-Spannschloss®. Je nach Ankersystem und statischer Anforderung können unterschiedliche Varianten umgesetzt werden – von der Kombination mit Gewindetransportankern oder dem PHILIPP PB-System bis hin zu 2-Punkt- und 3-Punktverbindungen für eine sichere Lastübertragung im Betonfertigteilbau.
Verbindungstechnik und Abdichtung in einem System
Neben der reinen Kraftübertragung gewinnt auch der Schutz der Bauteilfuge zunehmend an Bedeutung. Durch die Kombination des BT-Spannschloss® mit RubberElast® Quetsch-Fugenbändern lassen sich statisch belastbare Verbindungen gleichzeitig abdichten. Damit entstehen sichere Lösungen für Bauwerke, die dauerhaft gegen Feuchtigkeit und Wasserdruck geschützt werden müssen.
Häufige Fragen zur Verbindung von Betonfertigteilen
Mechanische Verbindungssysteme sind besonders dann sinnvoll, wenn Betonfertigteile schnell, sicher und ohne zusätzliche Vergussarbeiten verbunden werden sollen. Sie kommen vor allem bei Bauprojekten zum Einsatz, bei denen eine sofortige Belastbarkeit der Verbindung erforderlich ist – zum Beispiel im Fertigteilbau, im Geschossbau oder bei statisch stark beanspruchten Bauteilanschlüssen. Durch die direkte Lasteinleitung direkt nach der Montage lassen sich Bauzeiten deutlich verkürzen und Montageprozesse effizienter gestalten.
Das BT-Spannschloss® bietet im Vergleich zu herkömmlichen Verguss- oder Schlaufenverbindungen entscheidende Vorteile. Das System ist unabhängig von Aushärtezeiten, sofort belastbar und ermöglicht eine schnelle Montage ohne Schalung oder kostenintensive Vergussmörtel. Zudem ist es witterungsbeständig und auch bei niedrigen Temperaturen einsetzbar, wodurch es besonders auf Baustellen mit engem Zeitplan eine wirtschaftliche Lösung für die Verbindung von Betonfertigteilen darstellt.
Ja, das BT-Spannschloss® eignet sich auch für Anwendungen im Bereich WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton). Insbesondere in Kombination mit RubberElast® Quetsch-Fugenbändern lassen sich Betonfertigteile nicht nur statisch verbinden, sondern gleichzeitig zuverlässig abdichten. Dadurch entstehen sichere Lösungen für Bauwerke, die dauerhaft gegen Feuchtigkeit und Wasserdruck geschützt werden müssen – beispielsweise bei Untergeschossen, Schachtbauwerken oder wasserführenden Konstruktionen.
Das BT-Spannschloss® kann für eine Vielzahl von Betonfertigteilen eingesetzt werden, darunter Wand- und Deckenelemente, Stützen, Winkelstützen sowie Bauteile im Kanal- und Schachtbau. Durch die Kombinierbarkeit mit verschiedenen zugelassenen Ankersystemen bietet das System eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Bauteilgeometrien und Lastanforderungen.
Ja, ein wesentlicher Vorteil des Spannschloss-Systems ist die sofortige volle Lasteinleitung direkt nach der Montage. Im Gegensatz zu Vergusslösungen, bei denen die Lastübertragung erst nach dem Erhärten des Mörtels möglich ist, können Betonfertigteile mit dem BT-Spannschloss® unmittelbar konstruktiv belastet werden.
Neben der statischen Verbindung gewinnt die Abdichtung der Bauteilfuge zunehmend an Bedeutung. Gerade bei wasserbeanspruchten Bauwerken ist eine Kombination aus Verbindungstechnik und Fugenabdichtung entscheidend. Mit RubberElast® Quetsch-Fugenbändern können Verbindungen nicht nur tragfähig, sondern auch dauerhaft dicht ausgeführt werden.
Weitere Informationen zur Verbindung von Betonfertigteilen
Je nach Bauaufgabe kommen neben mechanischen Verbindungssystemen auch klassische Betonverbindungen und chemische Verfahren zum Einsatz. Die folgenden Informationen geben einen Überblick über herkömmliche Anschlusslösungen sowie über Edelharze und Klebstoffe, die in der Instandsetzung und Betonsanierung verwendet werden.
Der Baustoff Beton ist ein künstlich hergestellter Stein aus einem Gemisch von Zement, Wasser und Gesteinskörnung (Sand und Kies). Im zunächst pastösen Zustand ist er beliebig formbar, bevor er erhärtet und seine hohe Druckfestigkeit gewinnt. Ganz entscheidend für die Betonqualität sind die genaue Zusammensetzung der einzelnen Komponenten und deren optimales Verhältnis zueinander. Durch das Einmischen von Fasern aus Glas, Stahl, Kunststoff oder textilen Stoffen kann die Verbindungsmatrix des Betons verbessert werden. Die daraus resultierende hohe Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Oberflächenqualität dieser Hochleistungsbetone erlaubt es, Fertigteile mit verbesserten Eigenschaften herzustellen.
Es gibt zwei Möglichkeiten die Verbindungsmatrix von Betonen zu beeinflussen: zum einem mittels von Zusatzstoffen und zum anderen mit Hilfe von Zusatzmitteln.
Betonzusatzstoffe sind fein verteilte Stoffe, die den Frischbeton, in Bezug auf seine Verarbeitbarkeit, und den Festbeton, in Bezug auf seine Festigkeit und Dichtigkeit, beeinflussen. Beispiele für solche Zusatzstoffe sind Quarzmehl, Kalksteinmehl, Pigmente oder Flugasche. Betonzusatzmittel sind flüssige, pulverförmige oder granulatartige Stoffe, die dem Beton beigemischt werden, um durch chemische und/oder bauphysikalische Wirkung die Eigenschaften des Frisch- oder Festbetons – wie bspw. Verarbeitbarkeit, Erstarren, Erhärten oder Frostwiderstand – zu beeinflussen. Beispiele für solche Zusatzmittel sind Betonverflüssiger (BV), Verzögerer (VZ), Beschleuniger (BE) oder Luftporenbildner (LP).
Im Geschoss- und Hallenbau sowie im Bereich des Wohnungs- und Verwaltungsbaus werden oft Fertigteile aus Beton für Wände, Decken oder Stützen verwendet. Verbunden werden diese Elemente mit vorgefertigten Verbindungssystemen aus Stahl oder Stahlgussbauteilen, die eine leichte Montage der Fertigteile beim Bau ermöglichen.
Weit verbreitet sind auch sogenannte Schlaufenverbindungssysteme. Bei diesem Verfahren werden Schlaufen und integrierter Betonstahl mittels von Vergussmörtel verbunden. Die Bauteilfuge muss zunächst eingeschalt werden (Betonschalung), damit der Vergussmörtel den Hohlraum befüllen kann. Da eine Lasteneinleitung erst nach dem Erhärten des Vergussmörtels möglich ist, muss die Einschalung und konstruktive Abstützung der Wände mindestens drei bis sieben Tage bestehen bleiben. Ein weiterer Nachteil besteht in dem Ansetzen des relativ teuren Vergussmörtels und der, bei negativen Temperaturen eingegrenzten, Verarbeitungsmöglichkeit.
Als Bindemittel kommen Expoxidharz EP und Polyurethanharz PUR zum Einsatz. Bei Bauwerken, die Risse verzeichnen oder Elementen, die durch übermäßige mechanische Beanspruchung zu Schaden gekommen sind, können somit Fugen und Risse dauerhaft saniert und instand gesetzt werden (siehe auch Betonsanierung).



